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Schon seit meiner Schulzeit, die ich in meiner Heimatstadt Kronach inmitten des Naturparks Frankenwald verbrachte, fotografiere ich leidenschaftlich gern. Als Autodidakt brachte ich mir Schritt für Schritt alle nötigen Techniken bei, um meine Bildideen in die Tat umsetzen zu können. Inspiriert haben mich dabei von Anfang an Fotoreportagen aus fernen Ländern, die ich in Zeitschriften wie National Geographic oder Geo geradezu verschlang, aber auch die Reiseberichte der großen Entdecker vergangener Tage, wie Humboldt oder Cook. Ich wollte meine Fotografie nutzen, um wie sie die Welt zu entdecken und nicht zuletzt auch anderen meine Sicht auf Natur und Kultur näherzubringen und so meine Begeisterung für das Schöne mit ihnen zu teilen. Nach dem Abitur entschloss ich mich dazu, Medizin zu studieren. Ich stürzte mich in mein Studium vor allem getrieben von der Idee, einen Beruf zu erlernen mit dem man überall auf der Welt, über jede Grenze von Sprache oder Kultur hinweg, den Menschen helfen kann. So oft es möglich war nutzte ich in meiner Studienzeit die Chance, neue Länder und Kulturen kennenzulernen und ihre Schönheit durch meine Fotografie einzufangen. Besonders bereichernd waren für mich mehrmonatige Studienaufenthalte in Peru und Sri Lanka wo ich über den touristischen Horizont hinaus zahllose Eindrücke sammeln und diese Länder unmittelbar erfahren durfte. Zurück zu Hause in Franken wuchs in mir der Wunsch, den Menschen in diesen Ländern zu helfen. Da waren die ärztlichen Kollegen die ihr Wissen mit mir teilten, die Patienten, deren Dankbarkeit und Bescheidenheit mich oft so beeindruckten, und so viele andere Menschen, die ich während dieser Reisen kennenlernen durfte – seien es ein UN-Mitarbeiter, ein einfacher Fischer oder ein Gewürzhändler in Sri Lanka, oder eine Nonne oder ein Wanderführer in Peru. Sie alle hatten schließlich mein Leben und meine Ausbildung sehr geprägt. Durch meine Fotografie wollte ich ihnen allen etwas zurück geben und so begann ich meine Bilder durch Ausstellungen einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Über die Jahre konnte ich bisher schon über 6000 Euro an Spenden für Projekte in den Ländern sammeln, die ich bereist hatte. Mittlerweile habe ich mein Studium beendet und arbeite als Arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Bamberg. Hier habe ich das große Glück, jedes Jahr für mehrere Wochen die Möglichkeit zu erhalten als Freiwilliger für die Medizinhilfe Laos arbeiten zu können. Durch die Aufenthalte dort ist eine enge Beziehung zu Laos entstanden, die mir viel bedeutet. Über die Arbeit für Hilfsprojekte und deren Dokumentation sollen meine Fotografien vor allem die Schönheit unserer Welt mit all ihren Facetten zeigen: Atemberaubende Landschaften, spektakuläre Architektur, sportliche Herausforderungen, besondere Menschen und alles andere, was für mich die Welt so besonders macht. Unsere Welt hat trotz aller manchmal widrigen Umstände so viel Schönes und Gutes das entdeckt werden will. Ich will die Menschen inspirieren, ihre Umwelt, ob nah oder fern, mit offenen Augen genauer wahrzunehmen, zu genießen, zu entdecken und vielleicht auch selbst aktiv zu werden, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. .